Der „Quarantäne“-Brownie

Es gibt nichts besseres als den Geruch von warmer Schokolade noch vor dem Frühstück, wenn sich da dann noch geröstete Nüsse dazu mischen kann der Tag nur großartig werden!


Es gibt ja immer diese Diskussionen über Originalrezepte und was in diese reingehört..

Beim Brownie ist es genauso! Wusstet ihr, dass es einen National Brownie Day gibt? Denn den 8. Dezember feiern die USA als nationalen Tag des Brownie!

Wieso, weshalb, warum kann ich euch auch nach stundenlanger Recherche nicht beantworten ABER wo das leckere Teilchen herkommt konnte ich den tiefen des World Wide Web entlocken -quasi… 🙂 🙂

Ähnlich wie mit den Hintergrundinformationen zu einer Vielzahl von Gerichten ist es auch bei den Brownies so, dass man mit einer großen Menge an Informationen beworfen wird und man diese erst alle sortieren muss.

Egal ob der Chef, der versehentlich geschmolzene Schokolade in den Biskuitteig kippte, der Koch, der das Mehl für den Kuchenteig vergas oder die Hausfrau, die aufgrund fehlenden Backpulvers eben das Brownierezept improvisierte – alle haben eine Gemeinsamkeit, die Brownies sind aus Mangel einer Zutat entstanden. Und das sind auch definitiv die einzigen Zufälle die ich ohne Zweifel immer so hinnehme.

Fakt ist aber, dass die ersten schriftlichen Erwähnungen der heutigen Form dieses Schokoladenkuchens um die letzte Jahrhundertwende auftauchten. So finden sich entsprechende Rezepte u.a. in folgenden Koch- bzw. Backbüchern:

1904: Laconia, NH Home Cookery
1904: Chicago, IL Service Club Cook Book
1906: The Boston Cooking School Cook Book von Fannie Merritt Farmer

Aber die glaubwürdigste aller Entstehungsgeschichten ist die:
Während der späten 1800er Jahre wurde der Küchenchef des Chicagoer Palmer House Hotel damit beauftragt, einen kleinen, dessertartigen Kuchen für eine Messe zu kreieren.

Die Auftraggeberinnen wollten hierfür ein Dessert, dass auch verpackt vergeben und transportiert werden konnte und aus diesem Auftrag sollen die heute bekannten Brownies entstanden sein. Dieses ursprüngliche Rezept verwendete eine Aprikosenglasur und Walnüsse als Zutaten und wird auch heute noch auf der Speisekarte des Hotels geführt.

Ob es stimmt? Ich war nicht dabei..

Daher hier, mein Fußabdruck für die historische Brownierezept-Geschichte:

75 g Butter
225 g Schokolade
30 ml Wasser
2 Eier
etw. Vanillezucker
5 g Salz
200 g brauner Zucker
100 g Mehl
geröstete Nüsse nach Geschmack

Ei und Zucker schaumig schlagen und das Mehl hinzugeben. Die Schokolade schmelzen.
Die Butter und das Wasser miteinander über dem Wasserdampf vermischen und mit der flüssigen Schokolade mischen. Alles mit der Ei-Mehl-Mischung vermengen.

Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form füllen und die gerösteten Nüsse (meine waren vom Christkindlmarkt. Dort hole ich sie mir jedes Jahr beim Nusskönig. Das Gute ist, nur falls jemand diese herrlichen Nüsse vermisst, weil keine Feste und so statt finden… der Nusskönig liefert auch 🙂 ) darauf verteilen.

Nun den Brownie bei 175°C (Ober-/ Unterhitze) im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten backen. Die Nüsse verschwinden während des Backvorgangs im Teig 😉

Ich hab bei diesem Brownie einfach noch eine Ganache drauf gemacht. Wenn ihr gerade keine da habt, der Brownie schmeckt auch verdammt gut ohne die Extraportion Schokolade. Die Nüsse könnt Ihr natürlich auch unter den Rohen Teig mische, um eine schönere Oberfläche zu erhalten.

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